Manfrotto Lastolite

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LEE Filtersystem

Resine-Filter

Filterscheiben vs. Einschraubfilter

Wenn man von Fotofiltern spricht meint man meist Messingfassungen mit Glasscheiben, die auf das Objektiv aufgeschraubt werden. Namhafte Hersteller bieten hier beinahe alles, was das Fotografenherz begehrt: Farbkorrektur-, Sterneffekt-, Weichzeichner- und nicht zu letzt den allseits beliebten Polarisationsfilter an. All diesen Filtern ist eines gemeinsam: Ihr Filtereffekt wirkt sich gleichmäßig auf das ganze Bild aus. Es gibt jedoch eine handwerklich notwendige Korrektur während der Aufnahme, die auf das Motiv angepasst werden muss: Die Kontrastbewältigung mittels Grauverlauffilter. Diese Filtertypen werden von den Schraubfilterherstellern einfach in die starre Form ihres Produktsortiments gepresst und werden in Form von Schraubfiltern verkauft, deren Grauverlauf exakt in der Mitte (diagonal) des Filters liegt. Nun möchte der kreative Fotograf diese Grenze aber nicht immer exakt in der Bildmitte platzieren! Was also tun? Ganz einfach! Man greift zu einer (Glas-) Platte, die 150x100 mm mißt und in einem Filterhalter vor dem Objektiv befestigt wird.

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Der Vorteil liegt auf der Hand: Ich kann während der Bildkomposition den Filter im Halter verschieben und so die Verlaufgrenze exakt dorthin legen, wo ich sie brauche. Ich muss mich noch nicht einmal an der (waagerechten) Horizontlinien orientieren, denn ein Verdrehen des Filterhalters ist problemlos möglich.

Das LEE-Filtersystem

Nachdem ich drei Monate auf meine Bestellung gewartet haben, kann ich nun einen ersten Erfahrungsbericht zu meinem LEE-Filterset abgeben. Was hat mich bewogen, mich ausgerechnet für LEE zu entscheiden? Nach umfangreicher Recherche im Internet wurde bei dem (deutlich preiswerteren) Filtersystem von Cokin bemängelt, dass das Grau der Verlauffilter nicht farbneutral wäre. Ebenso wurde bemängelt, dass die Filter extrem schnell zerkratzen, was an dem verwendeten Material liegt. LEE verwendet Resine, ein beinahe glasharter Kunststoff, der als Harz mit einem Härter hergestellt wird. Dieses Harz ist nicht nur außergewöhnlich widerstandsfähig, sondern auch sehr gleichmäßig zu färben. Der Grauverlauf ist bei den Filtern äußerst gleichmäßig und farbneutral. In einem ersten Test zeigte sich, dass die Farbtemperaturabweichungen vernachlässigbar gering waren.

Das System besteht aus einem Filterhalter, der die Filterplatten in Rillen aufnimmt. Bei dem von mir verwendeten Weitwinkelhalter kann man 2, in den normalen Filterhalter 5 Filterplatten einschieben und diese miteinander kombinieren. Der Filterhalter selbst wird mit Hilfe eines Adapterrings in das Filtergewinde des Objektivs eingeschraubt. Der Adapterring könnte somit theoretisch auf dem Objektiv verbleiben, während der Filterhalter mit der Befestigungsklemme ausgehakt und in der Fototasche verstaut werden kann. Der Adapterrring und der Filterhalter sind aus einem sehr soliden und harten Kunststoff gefertigt, in das die Messingklemme zum Verbinden von Halter und Adapter eingearbeitet ist.
Die Filter selbst werden einzeln in Kunststofftaschen verkauft, die den Filter dank dicker Polsterung ausreichend schützen. Wer mehrere Filterplatten sein eigen nennt ist allerdings gut beraten, sich eine spezielle Filtertasche für 3 oder 10 Filter zuzulegen. Diese Taschen benötigen deutlich weniger Stauraum in der Fototasche.

Fazit: An der Verwendung von Filterplatten führt bei Grauverlauffiltern kein Weg vorbei! Weltweit kommen hierfür nur drei Anbieter in Frage: Cokin, Singh-ray und eben LEE. Cokin steht in dem Ruf, Farbstiche hervorzurufen, Singh-Ray gibt es nur in den USA zu kaufen und LEE hat elend lange Lieferzeiten! Aber wenn man geduldig gewartet hat, wird man mit sehr hoher Qualität und zusätzlicher Freude an exzelenten Bildern belohnt.