Kontrollierte Farbtemperatur im Bild
Reproduzierbare Farbstiche in RAW-Dateien
Der Weißabgleich spielt in der RAW-Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Diesen Weißabgleich bereits während des Fotografierens mittels Referenzkarte schon vor der Aufnahme an der Kamera fest einzustellen (manueller Weißabgleich) macht ausserhalb des Studios wenig Sinn. Der Ablauf, um den Weißabgleich an der Kamera manuell einzustellen ist einfach zu kompliziert, um ihn bei jedem Wechsel der Beleuchtung (Wolken, Schatten etc.) zu wiederholen. Ein einfacher Weg ist der manuelle Weißabgleich im Bildbearbeitungsprogramm mittels Referenzkarte. Doch ist es sinnvoll, jedes Bild exakt farbstichfrei wiederzugeben? Sicherlich nicht, denn wir verzichten damit auf die Kontrolle der Stimmung im Bild, die ja maßgeblich von der Farbtemperatur abhängt. Landschaften möchten gern mit kühleren Farben dargestellt werden um die Grün- und Blautöne kräftiger wirken zu lassen, während Portraits gern mit wärmeren Farben dargestellt werden, um Hauttöne gesunder aussehen zu lassen.
Diese Verschiebung der Farbtemperatur im Bild muss aber unbedingt kontrolliert und reproduzierbar geschehen. So war mein Workflow früher derart gestaltet, das ich zuerst ein farbneutrales Bild mittels "WhiBal"-Karte der Firma "Michael Tapes Design" durchführte und danach die Farbtremperatur "von Hand" mittels Schieberegler im Bildbearbeitungsprogramm erhöhte oder absenkte.
Dank des "Colorchecker-Passport" der Firma "x-rite" kann ich nun beide Workflow-Schritte, den neutralen Weißabgleich plus die definierte Farbverschiebung, mit nur einem Klick durchführen. Sehen Sie im Video, wie einfach es mit dem Colorchecker Passport ist, kontrollierte Farbstiche im Bild hervorzurufen:
